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22. November 2019

Sonderaustellung zu Ernst Moritz Arndt

Sonderausstellung zu Ernst Moritz Arndt im Pommerschen Landesmuseum

Beschlussvorschlag/ Antrag

Die Bürgerschaft der Universitäts- und Hansestadt Greifswald bittet den ehemaligen Oberbürgermeister Dr. Arthur König als Vorsitzenden des Stiftungsrates und die 2. Stellvertreterin des Oberbürgermeisters, Frau Schlegel, als Mitglied im Vorstand des Pommerschen Landesmuseums sich gegenüber diesem dafür einzusetzen, dass das Pommersche Landesmuseum im Jahr 2019 anlässlich des 250. Geburtstages von Ernst Moritz Arndt eine Sonderausstellung initiiert und durchführt.

Sachdarstellung/ Begründung

Die Diskussionen über den Namenspatron der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald haben gezeigt, dass es wichtig ist, die geschichtlichen Hintergründe des Lebens und Wirkens des
gebürtigen Pommern Ernst Moritz Arndt weiter darzustellen. Da sich das Pommersche Landesmuseum u.a. der Pommerschen Landeskunde widmet, ist dieses prädestiniert, eine solche Ausstellung zu konzipieren und durchzuführen.
Ernst Moritz Arndt, der als Schriftsteller ein bedeutender Lyriker war, war zunächst an der Greifswalder Universität als Professor tätig und später in Bonn, wo er auch als Rektor der Universität wirkte. Arndt trat in seinem politischen Wirken u.a. für die Abschaffung der Leibeigenschaft, gegen die Fremdherrschaft in Deutschland und für ein geeintes Deutschland ein. Dementsprechend gehörte er 1848/49 dem ersten frei gewählten deutschen Parlament, der Frankfurter Nationalversammlung an. Wegen seiner politischen Überzeugungen verlor Arndt im Zuge der sog. „Demagogenverfolgung“ in Folge der „Karlsbader Beschlüsse“ für viele Jahre seine berufliche Existenz, bevor er 1840 rehabilitiert wurde. Arndt wird heute teilweise wegen seiner franzosenfeindlichen Schriften, die eine Folge der napoleonischen Fremdherrschaft waren, und wegen antisemitischer Äußerungen kritisiert. Mit der gewünschten Ausstellung kann einer breiten Öffentlichkeit ein Einblick in das Wirken und das Leben von Ernst Moritz Arndt ermöglicht werden.

Beratungsfolge verhandelt-beschlossen am TOP Abst. ja nein enth.
Ausschuss für Bildung, Universität udn Wissenschaft 14.06.2017 9.2 15 0 0
Hauptausschuss 03.07.2017 5.15 auf TO der BS gesetzt 0 0 0
Bürgerschaft 17.07.2017 8.18 mehrheitlich 0 3

 

Einbringer: CDU-Fraktion, Fraktion BG-FDP, Fraktion KfV, Fraktion DEI LINKE

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